Kommunikationsdesign

Der Kommunikationsdesigner beeinflusst das Kommunikationsverhalten der Menschen. Dabei spielt die mediengebundene Kommunikation eine große Rolle. Die folgenden Ausführungen beleuchten die Verwendung von Massenmedien. Hierbei werden die weiteren und engeren psychologischen Zusammenhänge erörtert.

Neben der Einzelperson und der Gruppe ist auch die Masse eine Sozialeinheit. Hat sich die Masse formiert besitzt sie eine Machtpotenz. Eine Formierung kann klassisch durch die Körpernähe und modern anhand gleicher Meinungsbildung durch die Massenmedien stattfinden. Sie erlangt Bedeutung durch die Ergebnisse aus der Massenbildung.

Ergebnisse der Massenbildung sind Konformisierung, etwa am Beispiel der Kleidermode, Distanzierung, als Gegenbewegung zur Konformisierung und Akzentuierung durch anpassen der Grundformen. Massentendenzen möchte man durch demoskopische Untersuchungen erkennbar mach.

Die dynamischen Kräfte der Masse sind gewaltig und werden durch Kommunikationsmedien von vielen Seiten aus versucht zu steuern.

Wann erfreut es ein Individuum zu einer Masse zu gehören? Die Antworten sind: In der Situation muss ein Massenbezug, entweder auf einen „Star“ oder eine gegnerische Masse vorhanden sein. Die Masse muss in physischem Kontakt sein: dicht an dicht, Hand in Hand usw. Die Emotionen müssen etwa durch Marschgesänge hoch gepeitscht werden. Und schließlich müssen alle das gleiche Denken, wie durch Parolen oder Spruchbänder vorgemacht.

Die Verhaltensmassierung: Zerfällt eine Gruppe entsteht eine Masse mit drei Haupttendenzen. Man gleicht sich in einer Mitte an. Nach einer Zeit der Gleichförmigkeit schließt man sich vorher nicht beachteter Extremgruppen an oder es wird ein Gleichklang mit Ausrichtung auf einen charismatischen Führer aufgebaut.

Das Potential der Masse ist, das aus einer Bereitschaft eine Aktion wird. Das Bedürfnis zu Leiden oder das Bedürfnis zur Gewalt werden dabei potenziert. Der Einzelne erlebt dabei eine ihm sonst nicht zugängliche Machterfahrung – so dass die Potenzierung „Spaß“ macht.

Die mediale Masse besteht aus „jedermann“ der dasselbe Massenmedium konsumiert und dadurch in manchen Verhaltensbereichen vereinheitlicht wird, um wiederum in erkennbaren bzw. messbaren Situationen (beim Wählen, beim Kaufen) eine abhängige Verhaltensänderung zu erfahren. Besonders gefährlich werden diese Massenreaktionen wenn es zu Revolten oder Aufständen kommt (die Ursachen hierfür sollen hier aber nicht weiter erläutert werden)

Die Massenmedien – Zeitungen, Fernsehen, Internet – bauen präsente Massen teilweise ab.

Während Minderheiten die Leistungsfähigkeit der Massenmedien überfordern, meinen die Betereiber von Massenmedien sie müssen ihr Niveau senken um es der Gesamtbevölkerung anzupassen. Im Konkurrenzverhältnis bieten sie möglichst vieles in viel zu knapper Zeit und gespickt mit Suggestionselementen an. Daraus haben sich zwei Linien entwickelt: Einerseits werden Massenhaft Informationen aus aller Welt angeboten, andererseits fragen Konsumenten nur anstrengungslose, zerstreuende Unterhaltung nach.