Modedesign
In unserer heutigen Zeit wird Modedesign in zwei Kategorien unterteilt. Die eine ist
die maßgeschneiderte Mode, die Haute Couture für die wohlhabendere Bevölkerung und die andere Kategorie ist die, „Mode von der Stange“, die als Einheitsgrößen produziert werden.
Die Haute Couture ist eine spezielle Vereinigung. Um als Modedesigner dazu zugehören, muss er dieser Vereinigung angehören. Diese Designervereinigung ist in Paris ansässig und gehört zu dem französischen Handelsministerium, obwohl in dieser Organisation Designer der verschiedensten Nationen tätig sind. Wenn sich ein Modehaus als Haute Couture nennen will, muss es mindestens zweimal im Jahr eine große Modenschau präsentieren. Dabei ist vorgegeben das mindestens 35 unterschiedliche Modelle vorgestellt werden müssen.
Als Begründer des Modedesign und der Haute Couture überhaupt gilt Charles Frederick Worth. Er war es, der sein erstes Modehaus in Paris eröffnete und dafür sorgte das Kunden mit jedem Designer-Name einen bestimmten Modestil verbanden. Er stellte damals schon (er lebte von 1825-1895) sein Modedesign mit Mannequins vor. Nach Worth war es der Modeschöpfer Paul Poiret (1879-1944) der den Stil dieser Haute Couture Präsentation fortführte. Ihm kann die Damenwelt auch verdanken, das das unbequeme Korsett allmählich aus der Mode entfernt wurde. Danach kamen allmählich weitere Modedesigner die diesen Stil weiterführten und die Alltagsmode durch die Haute Couture beeinflussten. Ihre Namen waren die wie Coco Chanel (1883-1971), Schiaparelli (1890-1973) oder Christian Dior (1905-1957 um nur ein paar zu nennen.
Den Filmstars und Modeikonen wie Marilyn Monroe, Audrey Hepburn oder Jackie Kennedy war es unter anderem zu verdanken, das in den 60iger Jahren der Einfluss des Modedesigns und damit auch der Haute Couture zurück ging. Durch dieses selbstbewusste Auftreten solcher Berühmtheiten, die Ihren eigenen Modestil kreierten und verbreiteten, entstanden Modemarken die auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet waren. Diese Modemarken gestalten nicht nur Kleidung sondern auch andere Modeaccessoires, die man dann einer bestimmten Richtung zum Beispiel einer Musikrichtung zuweisen konnte. Einen Träger einer solchen gestalteten Mode, konnte dann einem ganz bestimmten Stil zugewiesen werden. Ein ganz bekanntes Beispiel dafür ist Vivienne Westwood.
Diese englische Modedesignerin entwarf die berühmte Punk-Mode zur Punk-Musik. Diese Entwicklung des Modedesigns entwickelte sich dann soweit, dass Kunst, Musik und Mode zur Einheit wurden.
Natürlich hat sich die Haute Couture des Modedesigns dadurch nicht aufhalten lassen und es wurden und werden weiterhin ständig neue Moden für jedermann ob wohlhabend oder nicht kreiert und vorgeführt. Der Anspruch ist natürlich im Verlauf der Jahre immer höher geworden und es wird immer wieder Modedesigner geben, wo man den Namen an der Kleidung erkennt.
Das Modedesign kann man studieren und wird an vielen Fachhochschulen, Kunsthochschulen oder Akademien als Studienschwerpunkt angeboten.
Der Berufsname Modedesigner/in ist aber keine geschützte Berufsbezeichnung.
Die Studienzeit ist in den verschiedenen Einrichtungen unterschiedlich. In der Regel liegt sie zwischen acht bis zehn Semester.